Youtube Video: Halbzeitbilanz 2026: Hessisches Kultusministerium

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Halbzeitbilanz

Hessisches Ministerium für Bildung und Chancen

Smartphoneschutzzonen und Medienbildung

Hessen hat zum Schuljahr 2025 / 2026 landesweit einheitliche Regeln für die Nutzung privater Smartphones, Smartwatches und anderer digitaler Geräte an Schulen eingeführt – ein Schritt mit bundesweiter Signalwirkung. Ziel ist mehr Konzentration im Unterricht, ein besseres Wohlbefinden für Kinder und Jugendliche sowie ein stärkeres Miteinander in den Pausen.

Zugleich setzt das Land ein klares Zeichen gegen Mediensucht, exzessiven Social-Media-Konsum sowie Gewalt, Fake News und Cybermobbing. Die Rückmeldungen aus den Schulen sind durchweg positiv. Parallel treibt Hessen die Digitalisierung weiter voran: mit mehr Medienbildung und einer neuen, zentral verfügbaren KI-Anwendung, die die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler stärkt. 

Klare Haltung für Werte und Demokratie

Die Zukunft unseres Landes beginnt in den Klassenzimmern. Umso wichtiger ist es, gesellschaftlicher Spaltung früh und entschieden entgegenzutreten – mit klaren Werten, die Orientierung geben und den Zusammenhalt stärken. Hessen hat seine Aktivitäten in der Werte- und Demokratiebildung deshalb deutlich ausgebaut. In Intensivklassen lernen geflüchtete Kinder und Jugendliche im Rahmen der Deutschförderung in zwei Wochenstunden unsere Normen, Werte und die Grundlagen der Demokratie kennen – als solide Basis fürs Ankommen. Mit der digitalen WERTvoll-Plattform steht allen Schulen ein zentraler Raum für Austausch, Projekte, Aktionstage und Fortbildungen zur Verfügung. Gleichzeitig stärken wir die Kooperation vor Ort: mit Polizei, Jugendfeuerwehren sowie Hilfs- und Rettungsdiensten. Auch die Zusammenarbeit mit den Jugendoffizieren der Bundeswehr bauen wir weiter aus. 

Extra Schub für Deutsch

Hessen zählt zu den Ländern mit den wenigsten Schulabbrechern und überzeugt im Bildungsvergleich mit starken Ergebnissen in schulischer Integration – dafür ist die erfolgreiche Deutschförderung ausgebaut worden. Im Schuljahr 2024 / 2025 kam ein Extra-Stellenpaket für Lehrkräfte, das eine zusätzliche Deutschstunde in allen zweiten Klassen ermöglicht. Denn klar ist: Gute Deutschkenntnisse sind der Schlüssel zu Bildungserfolg – unabhängig von der Herkunft. Als Land mit einer der höchsten Migrationsquoten setzt Hessen auf eine durchgängige Förderung: von verpflichtenden Vorlaufkursen vor der Einschulung bis hin zur Deutschförderung in der Ausbildung. Auch das erfolgreich gestartete Pilotprojekt für mehr Deutsch in den Klassen 3 und 4 wird auf mehr Grundschulen ausgeweitet. 

Kultusminister Armin Schwarz hält ein Kinderbuch in der Hand und unterhält sich mit einem Mädchen

Dgitale Lernsysteme für Mathe-Offensive

Mit digitalen Lernsystemen bringt Hessen die individuelle Förderung im Unterricht auf ein neues Level – mit einem besonderen Schwerpunkt in Mathematik. Seit Mai 2026 testen Schulen ein innovatives Online- Lernsystem, das sich automatisch an den individuellen Leistungsstand der Schülerinnen und Schüler anpasst, Verständnislücken erkennt und passende Aufgaben mit motivierenden Elementen zum selbständigen Üben vorschlägt. Lernstanddaten aus Kompetenztests werden analysiert und münden direkt in Fördermaßnahmen. Lehrkräfte werden durch automatische Korrekturen und Auswertungen entlastet und gewinnen so Zeit für das Wesentliche: gute pädagogische Unterstützung. Gleichzeitig liefern die Daten wichtige Impulse zur Steuerung eines qualitätsvollen Unterrichts. 

Bildungsminister Armin Schwarz schaut Kindern über die Schulter die ein digitales Lernsystem nutzen

So viele Lehrkräfte wie noch nie

Ganztag mit Qualität

So viele wie nie: Rund 67.000 Lehrkräfte arbeiten an Hessens Schulen. In dieser Legislatur wurden dafür 2.100 zusätzliche Stellen geschaffen. 350 Stellen werden im kommenden Schuljahr zur Verstärkung für hochwertige Ganztagsangebote eingesetzt – ein klares Signal für die Bedürfnisse von Eltern und Kindern.

Insgesamt stehen im Ganztag nun 5.730 Stellen zur Verfügung, eine Investition von mehr als 300 Millionen Euro. Damit sind die Grundschulen gut auf den Rechtsanspruch für ganztägige Angebote in allen ersten Klassen vorbereitet. Schon heute bieten mehr als 87 Prozent aller Schulen in Hessen Ganztagsprogramme an.

Fit fürs Leben

Hessen hat Wiederbelebungsunterricht in die Schulen gebracht – als erstes Land verpflichtend. Schritt für Schritt wird das Angebot bis Ende der Legislaturperiode in allen siebten Klassen verankert. In diesem Schuljahr werden 60.000 Jugendliche in die Lage versetzt, wiederbeleben zu können. Gemeinsam mit der Deutschen Herzstiftung, der Björn Steiger Stiftung und Hilfsorganisationen wird so die Erste-Hilfe-Kompetenz im ganzen Land verbessert.

Um junge Menschen auf ein selbstbestimmtes Leben vorzubereiten, stärkt Hessen außerdem in den Schulen die Finanz- und Verbraucherbildung. Die Einbeziehung in Lehrpläne, der Ausbau von Lehrkräftefortbildungen, die Etablierung praxisnaher Unterrichtsmaterialien sowie der Tag der Finanz- und Verbraucherbildung an Schulen wurden schon umgesetzt. Die Zusammenarbeit erfolgt mit Partnern wie der Deutschen Bundesbank, den Verbraucherzentralen und dem Hessischen Finanzministerium. 

Bildungsminister Armin Schwarz übt in einer Schulturnhalle das Wiederbeleben an einer Erste-Hilfe-Puppe

Unterricht

Wiederbelebung rettet Leben

60.000 Schülerinnen und Schüler lernen bis zum Endes des Schuljahrs 2025 / 2026: Wiederbelebung rettet Leben

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