Hessisches Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat

Hessen erhöht Förderquoten für Kommunen

Mehr finanzielle Unterstützung für Städte und Gemeinden, die an den Förderprogrammen Dorfentwicklung und Dorfmoderation teilnehmen

Gute Nachrichten für alle Städte und Gemeinden in Hessen, die am Förderprogramm Dorfentwicklung teilnehmen: Sie erhalten ab sofort eine höhere Förderung für ihre kommunalen Vorhaben. Die Förderquote wird ab sofort um zehn Prozentpunkte angehoben. Je nach Einordnung der Kommune im kommunalen Finanzausgleich, liegt sie nun bei 70 bis 90 Prozent.

„Gerade die kleinen Kommunen in den ländlichen Regionen stehen vor gewaltigen Herausforderungen. Mit der höheren Förderquote können wir die hessischen Städte und Gemeinden jetzt noch besser unterstützen. Von der sehr hohen Förderquote bis zu 90 Prozent profitieren insbesondere finanzschwache Kommunen. Als Partner der Kommunen setzen wir damit ein wichtiges Anliegen der Kommunen um“, sagt Hessens Heimatminister Ingmar Jung.

Investitionen in die Ortskerne sind wesentlich für den Erhalt und die Zukunftsentwicklung der Dörfer im ländlichen Raum und wichtiger Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Liste der mit diesen Fördermitteln realisierbaren Verbesserungen ist insbesondere bei der öffentlichen Infrastruktur und Maßnahmen zur Ortsgestaltung lang. Dazu gehören zum Beispiel Dorfgemeinschaftshäuser, Spielplätze, Schwimmbäder, Dorfplätze und Grünanlagen.

Die um zehn Prozentpunkte erhöhte Förderquote gilt auch für das Förderprogramm Dorfmoderation. Hier erhalten die Kommunen ab sofort 65 bis 85 Prozent Förderung.

Die Maßnahme ist bis zum 31.12.2027 befristet.

Hintergrund

Das Dorfentwicklungsprogramm ermöglicht Kommunen und Privatpersonen, Fördermittel für Projekte zur Daseins- und Grundversorgung sowie für die Sanierung und den Neubau in Ortskernen zu erhalten. Damit umfassen die Fördermöglichkeiten neben den klassischen Gebäudeinvestitionen auch soziale und kulturelle Vorhaben wie Mehrgenerationentreffs oder Dorfmuseen, Grundversorgungseinrichtungen wie Dorfläden oder Dorfcafés sowie Dienstleistungen für Beratung, Moderation und Vorschläge für Innenentwicklungsprojekte.

Das jährliche Fördervolumen liegt bei rund 33 Millionen Euro aus Mitteln des Landes, des Bundes und der EU. Fördervoraussetzung sowohl für kommunale als auch private Projekte ist die Aufnahme der Kommune als Förderschwerpunkt.

Das Förderprogramm Dorfmoderation richtet sich an Kommunen im ländlichen Raum, die nicht als Förderschwerpunkt anerkannt sind. Gefördert werden Moderations- sowie Beratungsdienstleistungen sowie die Erstellung von Konzepten zu allen Themen, die die Zukunftsfähigkeit des Dorfes betreffen.

Informationen zu den Förderprogramm Dorfentwicklung und Dorfmoderation erhalten Kommunen bei den Fachbehörden der jeweiligen Landkreise.

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